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Sonderschau zum

»Schauraum - Das Fest der Museen und Galerien«

01.09.2010 – 08.09.2010

 

 

Zum »Schauraum - Das Fest der Museen und Galerien« findet in der Galerie Michael Nolte im Spiekerhof die abwechslungsreiche Sonderschau »Gallery Artists« statt, die in einem großen Überblick die verschiedensten Positionen zeitgenössischer Kunst aus unserer Kollektion präsentiert. Neben dem breit gefächerten Programm figurativer Malerei erwarten dem interessierten Besucher zwischen dem 01. und 08. September 2010 diesmal auch Vertreter der abstrakten Richtungen sowie eine qualitativ hochwertige und beachtenswerte Skulpturenausstellung.

 

Neue Künstler der Galerie

Erstmalig präsentieren wir Ihnen die Farbkompositionen der beiden Künstlerinnen Ursula Jüngst und Mechthild van Ahlers. So setzt die 1965 in Miltenberg geborene Ursula Jüngst die Farben in kräftigen und leuchtenden Tönen auf die Leinwand. Damit entfalten ihre Werke eine vibrierende und vitale Wirkung voller Kraft und Dynamik, die als »Erinnerungsbilder« intuitiv die Gedanken oder die Erlebnisse der Künstlerin reflektieren.

Dagegen erschafft Mechthild van Ahlers, die 1954 in Coesfeld geboren wurde, mit ihren Affinitäten zur floralen Welt ihren eigenen Kosmos, der durch eine in feinen Schichten lasierend aufgetragene, intensive Farbigkeit die betörende Sinnlichkeit der Pflanzenwelt heraufbeschwört. Ihre Bilder entwickeln eine einzigartige poetische Stimmung, die ganz aus den fließenden und ineinander laufenden Bewegungsrhythmen hervorgehen.

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Ebenso interessant und einmalig sind die Arbeiten der beiden Künstler Hermann Lüddecke und Stephan Geisler. Beide verpflichten sich in ihrer Malerei der figurativen Kunst, deren Resultate aber nicht unterschiedlicher sein könnten. Die präzise Technik Hermann Lüddeckes (*1938 in Falkensee) und seine genaue Kenntnis der großen Koloristen der Renaissance verbinden sich in seinen Bildern zu einem unverwechselbaren Stil, mit dem er sich mit Humor und feiner Ironie dem Thema Mensch nähert.

Wie in der Pop Art wählt indessen Stephan Geisler (*1968 in Bergkamen) seine Themen aus der Alltagswelt und setzt diese mitunter in der Weise um, als wären sie einem Werbespot entsprungen. Entsprechend plakativ und einprägsam gestaltet er seine Motive mit kraftvollen Pinselstrichen und leuchtenden Farben. Erweitert durch Collage-Techniken auf der Basis von Stoffmustern und ironisch kommentiert durch Schriftzüge richtet er seinen Blick undogmatisch und lustvoll auf seine eher untypischen »Helden«, deren Geschichten aus den Alltagssituationen der Menschen stammen oder die von Kühen, Blumen und Insekten erzählen.

 

Skulpturen

Die Skulpturenausstellung widmet sich den vielfältigen Gestaltungsformen des Bronze- und Eisengusses. Die Bildhauer, zu denen so namhafte Künstler wie der Berliner Richard Heß (*1937) und der Spanier Ripollés (*1932 in Castellón) gehören, experimentieren mit Formprinzipien, die mal einen genreartigen Realismus vertreten (Heß), mal voller Vitalität und Leidenschaft stecken (Ripolles), mal naturalistisch (Marie la Varande, Paris) oder mal stilisierter und abstrakter arbeiten (Gertraude Zebe, *1938 in Berlin – Chengdong Guo, *1975 in Shengyang/China – Mercedes Elvira, *1950 in Santander/Spanien).

 

Neues von den Künstlern der Galerie

Ergänzt werden diese künstlerischen Novitäten mit ganz neuen Arbeiten von den Künstlern, die von uns bereits durch Einzelausstellungen vertreten wurden. Dabei freut es uns ganz besonders, Ihnen die aktuellsten Arbeiten von JunHo Cho (geb. 1975 in Pusan/Südkorea) zeigen zu können, der kürzlich in Frankreich vom französisch-koreanischen Kulturinstitut als bester Nachwuchskünstler ausgezeichnet wurde. Seine traumhaften Bildnisse erzeugen eine unheimliche Intensität und Präsenz. Thematisch neu sind die ›Hasenmenschen‹, mit denen er humorvoll und kritisch den Kunstbetrieb hinterfragt.

 

Des Weiteren zu sehen sind

  • die kraftvollen und dynamischen Bronzen des Bildhauers Fons Bemelmans (*1938 in Maastricht)

  • die fremdartigen und absurden Einsichten in das Alltagsleben in den Bildern Alexander Besels (*1971 in Frunze/Kirgisien)

  • Arbeiten aus den konzeptionalistisch konzipierten Werkzyklen von Hans-Georg Dornhege (*1938 in Münster)

  • Bahram Hajou (*1952 in Deruna/Syrien) und seine rätselhaften, fast geisterhaften Bildnisse

  • die Fotografien von Jürgen Klück (*1952 in Lünen), in der die Zeit – ins Unendliche gedehnt – Vergangenheit und       Zukunft zu vereinen scheint.

  • Sumiyo Nagais (*1979 in Ehime/Japan) bewusste Darstellungen des ›Nebensächlichen‹

  • die farbintensiven Impressionen mongolischer Landschaften von Tsendsuren Narangerel (*1956 in Ulaanbaatar/Mongolei)

  • Bernd Schwarzer (*1954 in Weimar) mit seinen eruptiven und reliefartig modellierten Farblandschaften Europas

  • Das vielschichtige Spiel mit der Wahrnehmung in den surrealen Bildkompositionen Sergej Sologubs (*1957 Kirovograd /UdSSR)

  • die farblich nuancenreich und in die Unendlichkeit reichenden Landschaften Gan-Erdene Tsends (*1979 in Murun/Mongolei)

  • die ambivalenten Tiefenschichten menschlicher Existenz in den vielgestaltigen Bildnissen Maxim Wakultschiks (*1973 in Minsk/Weißrussland)

  • die zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit oszillierenden Bildwelten Mario Weinbergs (*1982 in Werl)

  • der unglaubliche Realismus QiWei Zhangs (*1979 in Shanghai/China) in seinen in ein buntes Licht getauchten Porträts

  • die visionären Farbsinfonien von Galina Zmanovskaja (*1955 in Tjumen/UdSSR)

 

Weitere Informationen zum "Schauraum" finden Sie unter : www.muenster.de


Öffnungszeiten während des Schauraums:

Samstag, 04. September von 11 bis 24 Uhr

Sonntag, 05. September von 12 bis 18 Uhr

Mittwoch, 01. September bis Freitag, 03. September und

Montag, 06. September bis Mittwoch 08. September von 11 bis 18 Uhr





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